Meine typische Arbeitswoche

Eine typische Arbeitswoche im Parlament gibt es eigentlich nicht, da meine Arbeit so vielfältig und unterschiedlich ist. Das liegt in der Natur des Europaparlaments.

Ich unterscheide daher zwischen VIER typischen Arbeitswochen: Fraktionswoche, Ausschusswoche, Plenarwoche und Wahlkreiswoche.

Als CDU-Abgeordneter für Sachsen-Anhalt gehöre ich auf europäischer Ebene zu der Europäischen Volkspartei (EVP) – sprich der EVP-Fraktion. In jeder Fraktion gibt es verschiedene Gremien, in denen sich die Abgeordneten die parlamentarische Arbeit der 24 Ausschüsse aufteilen.

Die Fraktions-und Ausschusswochen finden immer in Brüssel statt und beginnen Montagmorgens typischerweise mit einer Mitarbeiterbesprechung. Hier geht es um aktuelle Anfragen oder die Vorbereitung und Koordination anstehender Termine.

Es folgen verschiedenste Sitzungen im Rahmen der Fraktions-oder Ausschussgremien.

In der Fraktionswoche diskutieren wir intern in den EVP-Fraktionsgremien über bestimmte Themen in den Ausschüssen, um gemeinsamen Positionen zu erarbeiten.

In der Ausschusswoche werden die Gesetzesvorschläge der Europäischen Kommission in den Ausschüssen beraten und erarbeitete Positionen inhaltlich eingebracht und mit anderen Fraktionen diskutiert.

In der Plenarwoche, welche einmal im Monat stattfindet, tagt das Parlament in Straßburg. Dort widmen wir uns dem Kern unserer legislativen Arbeit – der eigentlichen Gesetzgebung. In Straßburg kommt es zur finalen Abstimmung über die vorher diskutierten und in den Ausschüssen erarbeiteten Themen. Das können in einer Woche auch mal bis zu 100 Abstimmungen sein.

Neun Mal im Jahr gibt es die sogenannte Wahlkreiswoche, in der ich vorrangig an Veranstaltungen in meinem Wahlkreis Sachsen Anhalt teilnehme.

Dort ist es besonders wichtig gut zu zuhören und zu erfassen, worum es den Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Interessensgruppen oder Vereinen geht. Diese Anliegen bringe ich dann in meine parlamentarische Arbeit ein. Oft verbinde ich die Wahlkreiswoche auch mit einem Abstecher nach Berlin, um beispielsweise an Sitzungen des Bundesfachausschusses der CDU für Arbeit und Soziales oder für Europa teilzunehmen.

Außerdem berichte ich zu den verschiedensten Anlässen wie z.B. in Schulen, Interviews oder bei Parteiveranstaltungen über meine Tätigkeiten in Straßburg und Brüssel.

Zusätzlich stehen aber viele weitere Termine im Anschluss der Arbeitswochen in Brüssel oder Straßburg auf der Agenda. Feierabend und Wochenende bedeutet nicht selten, dass die Arbeit in den Wahlkreisen oder auch auf abendlichen Podiumsdiskussionen in Brüssel dann erst richtig losgeht.