Der Mythos Europa

Seit den Europawahlen 2014 bin ich als CDU-Europaabgeordneter für  Sachsen-Anhalt im Europäischen Parlament tätig. Ich bin dort Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und Soziale Angelegenheiten (EMPL), im Ausschuss für Regional- und Kohäsionspolitik (REGI) und stellvertretendes Mitglied im Petitions-Ausschuss (PETI). Als noch ‚junger‘ Abgeordneter war es mir wichtig, mich in Ausschüssen zu etablieren, die für meine Heimatregion von Bedeutung sind.  Nur so kann ich sicherstellen, die Interessen meiner Wählerinnen und Wähler auf europäischer Ebene  bestmöglich zu vertreten.

Beispielsweise befasse ich mich im EMPL mit dem Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Während Deutschland im europäischen Vergleich relativ gut dasteht, ist das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit in Europa seit Jahren besorgniserregend. Ziel der Jugendbeschäftigungsinitiative ist es, die Gebiete mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit zu unterstützen. Wir haben uns im Europäischen Parlament auf eine schnellere Finanzierungsmöglichkeiten geeinigt, die sicherstellen soll, dass die Mitgliedstaaten Gelder für die Einleitung dringend erforderlicher Projekte erhalten. Davon hat auch meine Heimatregion profitiert: Die Arbeitslosenzahlen sind auf dem niedrigsten Stand seit über 20 Jahren.

Neben diesen Erfolgen, sehen viele leider in Europa nur das Negative: Populäre Beispiele sind die Abschaffung der Glühbirne, der Mythos der Ölkännchen oder seit Beginn meiner Amtszeit die alles dominierende Griechenland-Krise und die Flüchtlingsproblematik. Es sind spannende Zeiten. Doch für mich, als überzeugten Europäer, ist es ein besonderer Ansporn, das Projekt Europa zu verteidigen und voranzubringen. Dass das bei 28 Mitgliedstaaten mit den unterschiedlichsten nationalen Interessen und verschiedenen sozio-ökonomischen Hintergründen nicht immer ganz einfach ist, macht meine Arbeit in Europa für mich so einzigartig und spannend.

Wahrscheinlich klingt mein Tätigkeitsbereich für viele erstmal ziemlich abstrakt und ‚weit weg‘. Doch ich hoffe Ihnen meine Arbeit hier in Kürze etwas näher gebracht zu haben. Denn was wir auf europäischer Ebene diskutieren und entscheiden, hat Einfluss auf 28 Mitgliedstaaten und betrifft auch Sie. Daher zögern Sie nicht, treten Sie mit mir Kontakt und teilen mir Sorgen, Ideen und Wünsche mit. Meine Mitarbeiter und ich freuen uns auf Ihre Anregungen.