Wichtiger Wahl-Sonntag

Zwei wichtige Siege am gestrigen Sonntag: CDU dominiert in Schleswig-Holstein & Emmanuel Macron wird neuer französischer Staatspräsident.

2017 wird gerne als das Super-Wahljahr bezeichnet. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa stehen richtungweisende Wahlen an.

Am gestrigen Sonntag wanderte der Blick nach Kiel und Paris. Im nördlichsten Bundesland musste SPD-Amtsinhaber Torsten Albig eine Niederlage einstecken. Seine Partei verlor 3.2% und kann damit nur noch 27% der Wählerstimmen für sich verbuchen. Das entspricht 21 Sitzen im Landtag von Schleswig-Holstein. Die CDU mit Spitzenkandidat Daniel Günther ging als klarer Sieger aus der Wahl hervor und kommt insgesamt auf 32% der Wählerstimmen. Die CDU sieht den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach einem klaren Wechseln in der Politik und wird nun Gespräch mit den anderen Parteien führen um mögliche Koalitionen auszuloten. Als klarer Favorit gilt hierbei die Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen.

 

Mit Spannung wurde auch das Ergebnis des zweiten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahl erwartet. Der links-liberale, pro-europäische Emmanuel Macron konnte sich letztendlich deutlich mit 66,06% vor seiner Konkurrentin, der rechtsextremen, national-konservativen Marine Le Pen (33.94%) durchsetzen. Der 39-järhige wird damit jüngster Präsident in der Geschichte Frankreichs. Ihm steht jedoch keine leichte Aufgabe bevor. Trotz des deutlichen Sieges gab es Wähler die für Macron gestimmt haben, um Le Pen zu verhindern, sich jedoch eigentlich nicht mit seinem Programm identifizieren können. Außerdem darf man nicht kleinreden, dass immerhin über ein Drittel des Landes das extrem rechte Lager gewählt hat. Marcon wird versuchen müssen, die Gesellschaft wieder näher zusammenzuführen. Im kommenden Monat stehen zusätzlich noch Parlamentswahlen an. Ob er hier mit seiner erst vor einem Jahr gegründeten Bewegung En Marche punkten kann, wird sich zeigen.