Zukunft des Pariser Klimaschutzabkommens

Mitteilung der EVP-Gruppe

  1. Wir werden den Klimawandel nicht als unser Schicksal hinnehmen, wir wollen den Klimawandel bekämpfen. Mutig und entschlossen gehen wir diese Herausforderung an!
  2. Ohne uns Europäer gäbe es kein Pariser Klimaschutz-Abkommen. Wir können stolz darauf sein, was wir erreicht haben!
  3. Kluge politische Maßnahmen gegen den Klimawandel beinhalten gleichzeitig auch industrie- und technologiepolitische Fragen. Denn hier werden die Arbeitsplätze von morgen geschaffen. Es ist kein Zufall, dass alle führenden US-Unternehmen Präsident Trump dazu auffordern, dem Klimaabkommen treu zu bleiben.
  4. Wir Europäer gestalten gemeinsam mit den europäischen Industriezweigen eine Zukunft. Unsere Industrie verpflichtet sich dazu, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Wir werden dafür weiter an der Modernisierung der Wirtschaft arbeiten.
  5. Unser europäischer Ansatz basiert auf gemeinsamem Handeln, Partnerschaft und wissenschaftlichen Fakten und ist nicht von nationalen Egoismen oder ideologischen Weltanschauungen getrieben.
  6. Der Rest der Welt vertraut auf den europäischen Weg. Wir haben eine überwältigende Mehrheit der Staaten der Welt auf unserer Seite. Selbst führende Universitäten und Unternehmen der USA sowie vor allem die amerikanischen Bürger betrachten den Rückzug Trumps vom Pariser Abkommen als Fehler.
  7. Jetzt liegt es an Europa, eine Führungsrolle in der Verteidigung des Klimaschutz-Abkommens zu übernehmen, weil es das Richtige ist und dadurch langfristig die Zukunft unserer Umwelt und Industrie gesichert wird.

Hintergrundinformation:

  • Präsident Trump verkündet am 01. Juni 2017 bei einer Pressekonferenz im Rosengarten seinen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen.
  • Führende US-Universitäten (wie Brown, Columbia, Cornell, Dartmouth, Duke, Georgetown, Harvard, Hopkins, MIT, Stanford, Penn, Yale) verurteilten Präsident Trumps Aufkündigung scharf und erklärten, ihre fortwährende Unterstützung für den globalen Klimaschutz.
  • Auch führende US-Unternehmen (darunter General Electric, Dow Chemical, Unilever, Procter & Gamble, ExxonMobil) erklärten Präsident Trump, die Einhaltung des Abkommens sei das Beste für die amerikanische Wirtschaftswachstum und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.
  • 82% der US-Amerikaner nehmen an, dass das Pariser Abkommen einen Unterschied bei der globalen Klimawandelbekämpfung machen kann.
  • Im US-Bundesstaat Florida sind 40% der Bürger vom Anstieg des Meerwasserspiegels bedroht.
  • Nur zwei Staaten in der Welt haben das Pariser Abkommen nicht unterzeichnet: Syrien und Nicaragua.
  • Am 12. Dezember 2015 wurde in Paris zum ersten Mal ein rechtsverbindliches und allgemeingültiges Klimaübereinkommen erzielt. Das Pariser Abkommen tritt 2020 in Kraft und zielt darauf ab, den durchschnittlichen Temperaturanstieg deutlich um 2° C bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu verringern und die Anstrengungen zu erhöhen, den Anstieg auf 1,5° C zu begrenzen. Die Festlegung auf 1,5° C statt 2° C ergibt sich aus dem Vorhaben, Treibhausgasemissionen um 70-80% bis 2050 zu reduzieren.