EU-Förderprogramm LEADER unterstützt Projekte zur regionalen Entwicklung in Sachsen-Anhalt

Mit dem EU-Förderprogramm LEADER werden seit 1991 innovative Maßnahmen und Projekte im ländlichen Raum gefördert. Ziel des Programms ist es, die ländlichen Regionen in Europa bei einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen und diese vor allem durch die Einbindung lokaler Akteure auf den Weg zu bringen. Davon profitiert auch Sachsen-Anhalt. In der aktuell fünften Förderungsperiode von 2014 bis 2020 stehen für Sachsen-Anhalt ca. 100 Millionen Euro bereit. Der CDU-Europaabgeordneter für Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, bekräftigt noch einmal, wie wichtig die Abrufung der Fördermittel ist: „Sachsen-Anhalt hat viel Potential und dieses muss genutzt werden. Mit dem aus EU-Mitteln finanzierten LEADER-Programm können wertvolle Projekte umgesetzt werden. Daher hoffe ich, dass künftig noch mehr Anträge gestellt werden.“

LEADER sieht vor, dass im Rahmen sogenannter lokaler Arbeitsgruppen (LAG) ortsansässige öffentliche und private Vertreter aus Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenkommen, um gemeinsam Strategien für die lokale Entwicklung (LES) zu entwerfen. Die lokalen Arbeitsgruppen sind dann auch für die praktische Umsetzung dieser Strategien zuständig. Für Sven Schulze ist die Einbindung lokaler Vertreter eine wichtige Bedingung für den Erfolg der Projekte: „Dies ermöglicht eine direkte Verbindung zwischen den initiierten Projekten und den Bedürfnissen der Bürger in der jeweiligen Region. Nur so kann auch das erreicht werden, was vor Ort sinnvoll und notwendig ist.“ 23 dieser lokalen Arbeitsgruppen sind in Sachsen-Anhalt aktiv, um Projekte auf den Weg zu bringen. Seit 2003 arbeiten sie zur besseren Koordination zusätzlich in einem Netzwerk zusammen.

Grundlage von  LEADER  sind die nationalen und regionalen Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum (EPLR) der EU-Mitgliedstaaten. Mitfinanziert werden diese Programme außerdem vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). In der aktuellen Förderperiode wird LEADER auf drei weitere EU-Fonds ausgeweitet und damit unter dem Begriff Community-Led Local Development (CLLD) zusammengefasst. Die hinzugefügten Fonds sind der Europäische Meeres – und Fischereifonds (EMFF), der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Europäische Sozialfonds (ESF). Die nun mögliche fondsübergreifende Förderung soll zu einer stärkeren Verbindung zwischen ländlich, städtisch und fischwirtschaftlich geprägten Gebieten führen.

In Sachsen-Anhalt ist das Ministerium für Finanzen für die Gesamtkoordination von LEADER/CLLD verantwortlich. Für die einzelnen Fonds und Richtlinien sind jedoch andere Ministerien zuständig. Dies macht die Antragstellung komplizierter. „Die Antragstellung muss meiner Meinung nach noch optimiert werden. Bürokratische Hürden müssen abgebaut werden, um LEADER effektiver zu nutzen.“, so der Europaabgeordnete Sven Schulze.

Ausführliche Informationen zu LEADER im Land Sachsen-Anhalt sowie zur Antragstellung sind auf der Seite des LEADER-Netzwerkes verfügbar: https://leader.sachsen-anhalt.de/