EVP-Kongress: Donald Tusk wird neuer Parteivorsitzender

Der scheidende EU-Ratspräsident Donald Tusk wird neuer Chef der Europäischen Volkspartei (EVP). Auf ihrem Parteikongress in Zagreb wählten die Delegierten der europäischen Christdemokraten, der auch CDU und CSU angehören, den Polen mit 93 Prozent der Stimmen zu ihrem neuen Vorsitzenden. „Donald Tusk ist das Gesicht eines modernen Polens“, sagte EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU). „Als wahrer Christdemokrat steht er für ein demokratisches Europa, das von Norden bis Süden und von Osten bis Westen vereint ist.“

In seiner Rede plädierte Tusk für die Besinnung auf gemeinsame Werte wie bürgerliche Freiheiten, Rechtsstaatlichkeit und Anstand und teilte Populisten eine klare Absage.

Daneben verabschiedeten sich die europäischen Christdemokraten auf ihrem Parteikongress von Joseph Daul. Der Franzose hatte den Parteivorsitz die vergangenen sechs Jahre inne. Zuvor war sieben Jahre lang EVP-Fraktionsvorsitzender. „Als brillanter Verhandler und unermüdlicher Kämpfer für seine europäische Überzeugung trug er durch sein Engagement dazu bei, Europa zu einem besseren, geeinteren Ort zu machen“, sagte Manfred Weber.