Jeder emissionsfreie LKW spart ein Vielfaches der Treibhausgasemissionen eines einzelnen PKW ein. Mit der Dekarbonisierung schwerer Zugmaschinen können wir deshalb effizienter und schneller Klimaneutralität in Europa erreichen, als es bei den vergleichsweise sauberen Automobilen der Fall ist.

„Deshalb unterstütze ich die heute vorgestellte Initiative der „European Clean Trucking Alliance“ (ECTA). “, sagt Sven Schulze, Vizepräsident im Ausschuss für Verkehr und Tourismus im Europäischen Parlament. „Denn der Zusammenschluss aus 18 Unternehmen und Organisationen setzt sich für die Entwicklung und Umsetzung einer nachhaltigen Straßengüterverkehrspolitik in Europa ein.“

Die Mitglieder der European Clean Trucking Alliance beschäftigen weltweit etwa 1,6 Millionen Arbeitnehmer. Im Jahr 2016 lag der Ausstoß von Treibhausgasen von LKWs bei etwa 26 % (Quelle: Europäische Umweltagentur). Die Reduktion der Emissionen in diesem Bereich hat deshalb hohe Priorität.

Neben europäischen Mitteln zu Unterstützung eines nachhaltigen Straßengüterverkehrs fordert ECTA eine Mautermäßigung für emissionsfreie Lastkraftwagen.
In diesem Bereich ist die deutsche Bundesregierung bereits einen Schritt voraus:
Reine Batterie-Elektrofahrzeuge, von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge sowie Brennstoffzellenfahrzeuge sind von der LKW-Maut unbefristet befreit. Das gilt in den Jahren 2019 und 2020 auch für LKWs mit Erdgasantrieb, ab 2021 wird für diese ein im Vergleich zu Euro 6-Dieselfahrzeugen um 1,1 Cent/km reduzierter Mautsatz gelten.

Sven Schulze findet: „Dieses deutsche Modell könnte als Vorbild für einen europaweit einheitlichen Ansatz dienen. Das wäre ein notwendiger Schritt zur Erreichung der EU-Klimaziele für das Jahr 2050: Keine Netto-Treibhausgasemissionen, eine klimaneutrale EU.“